Von der ersten Begegnung 1992 mit der mexikanischen Genossenschaft UCIRI, der Geburtsstätte des fairen Handels, bis hin zu einem führenden KMU der Branche, das Qualität, Ethik und Innovation verkörpert: Ein Rückblick auf 30 Jahre Engagement von Malongo

Fairer Handel ist weit mehr als nur eine vorübergehende Modeerscheinung oder eine bequeme Ausrede, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Er hat seine Relevanz in vielerlei Hinsicht bewiesen und beweist sie weiterhin. Während der Fair-Trade-Wochen blicken wir zurück auf die Erfahrungen von Malongo! 30 Jahre Engagement für eine andere Art der Produktion, des Verkaufs und des Konsums.
Im Zentrum eines fairen Engagements
1992, auf der Suche nach Bio-Kaffee, traf Jean-Pierre Blanc, CEO von Malongo, auf die Kaffeebauern der Landenge von Tehuantepec im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca.
Um den harten Realitäten des Marktes besser zu trotzen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, hatten sie sich 1981 zur Kooperative UCIRI zusammengeschlossen. Inspiriert von den beiden Niederländern Francisco van der Hoff, einem Arbeiterpriester, und Nico Roozen, den Schöpfern des Fairtrade/Max-Havelaar-Siegels von 1988, begründeten sie den Fairen Handel, der auf einem garantierten Mindestpreis und dem Ausschluss von Zwischenhändlern basiert.
Dieser Ansatz zeichnet sich auch durch seine demokratische Organisation aus. Er umfasst die Wahl engagierter Vertreter, regelmäßige Treffen und kollektive Entscheidungsfindung. Als wahrer Motor des sozialen Fortschritts hat er seither zahlreiche weitere Projekte inspiriert.

1992 war meine erste Begegnung mit Pater Van der Hoff und den Kleinproduzenten der mexikanischen Kooperative UCIRI ein emotionales und intellektuelles Erweckungserlebnis.
Seitdem setzen wir uns unermüdlich für dieses gerechtere Wirtschaftsmodell ein, fördern es und verteidigen es. Es war ein langer und bemerkenswerter Weg mit Höhen und Tiefen, auf dem wir nie aufgegeben und unseren Prinzipien stets treu geblieben sind.
Ein gemeinsames Abenteuer, das alle Malongo-Teams mitgetragen haben, die an Respekt, Teilen und Fairness in allen Geschäftsbeziehungen glauben.
Jean-Pierre BLANC, Geschäftsführer von Malongo
Fairer Handel basiert auf vier Säulen:
Ökonomische Säule: Garantierte Mindestpreise, Prämien, Vorfinanzierung von Ernten
Soziale Säule: Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung, Bekämpfung der Landflucht
Ökologische Säule: Abfallmanagement, Verbot von Gentechnik, Bio-Prämien
Demokratische Säule: Autonomie und demokratische Führung von Genossenschaften
MALONGO und der Kaffee der kleinen Produzenten
Bereits 1992 ging Malongo seine erste Partnerschaft mit der Genossenschaft UCIRI ein. Die Marke beschloss daraufhin, sich für ein Umdenken im internationalen Handel und die Entwicklung eines faireren Modells einzusetzen.
So brachte Malongo 1997 das erste Max-Havelaar-zertifizierte Produkt in Supermärkten auf den Markt: Café des Petits Producteurs. Dieses Vorzeigeprodukt ist bis heute das meistverkaufte Fairtrade-Produkt in Frankreich, und das Sortiment an Fairtrade-Produkten hat sich deutlich erweitert.
Malongo und Fairtrade
Seit seinem Beitritt hat sich Malongo für die Zusammenarbeit mit Fairtrade / Max Havelaar entschieden.
Dieses anspruchsvolle Label bietet Produzenten wirtschaftliche, ökologische und soziale Garantien. Darüber hinaus fördert die Fairtrade / Max Havelaar-Zertifizierung eine kollektive, transparente und demokratische Organisation der Kooperativen.
Die Produzenten legen ihre eigenen Strategien und Aktionspläne fest und verwalten die Verwendung ihrer Entwicklungsprämien eigenständig.

30 Jahre im Dienst von Fairtrade
Seit drei Jahrzehnten arbeitet Malongo eng mit den Produzenten zusammen. Neben dem beidseitig vorteilhaften Geschäftsaustausch ist das Ziel der Aufbau von Vertrauen und dauerhaften Partnerschaften.
Mehrere weltweit durchgeführte Vorzeigeprojekte belegen dieses Engagement für die Erzeugerländer.
Mexiko: 3 vielversprechende Projekte im Land des fairen Handels

Unterstützung für die UCIRI-Kooperative: Vier Millionen Kaffeepflanzen wurden nach dem durch die Kaffeerostepidemie verursachten Produktionsausfall von 90 % neu angepflanzt.
Partnerschaft mit CICADES: einem Schulungszentrum für ökologischen Kaffeeanbau, das den Wissensaustausch zwischen den Produzenten fördert.
Partnerschaft mit den Kooperativen des Naturschutzgebiets El Triunfo, deren Kaffeeplantagen zur Erhaltung der lokalen Artenvielfalt beitragen.
Das Projekt in Mexiko war eine echte Fallstudie für Malongo und ermöglichte es dem Unternehmen, sein Wissen und seine Expertise im Kaffeesektor sowie im Aufbau von Kooperativen für Kleinproduzenten zu erweitern.
Ein Gewinn für alle Beteiligten!
Dank dieser praktischen Erfahrung konnte Malongo sein Know-how mit anderen Kaffeebauern weltweit teilen.
- In Laos: Hochwertiger Kaffee auf dem Bolaven-Plateau und eine Alternative zu Opium in Nordlaos
- In Myanmar: Kaffee, der Frieden und Biodiversität im Herzen des Shan-Staates fördert
- In der Demokratischen Republik Kongo: Biodiversität versus Armut im Virunga-Nationalpark
LAOS BOLOVENS: die konkreten Auswirkungen des fairen Handels
Der Anbau von Bio- und Fairtrade-Kaffee hat es Kleinbauern auf dem Bolaven-Plateau ermöglicht, ihr Einkommen zu steigern. Fairtrade-Prämien wiederum haben den Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung verbessert.
Dieses Video blickt auf diese Partnerschaft zurück und verdeutlicht die Vorteile des fairen Handels.
