Kaffee aus Guatemala
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Guatemala ist Kaffee. Nicht als Nebenbeschäftigung, nicht als Exportgut unter vielen – sondern als Teil der nationalen Identität, als Anbautradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, und als einer der international anerkanntesten Arabica-Ursprünge überhaupt.
Das Land ist der sechstgrößte Arabica-Produzent der Welt, besitzt acht offiziell anerkannte Kaffeeregionen mit jeweils eigenem Mikro-klima und Aromaprofil – und produziert in seinen besten Lagen einen Kaffee, der in Körper, Komplexität und Konsistenz weltweit Maßstäbe setzt.
Malongo arbeitet seit Jahrzehnten mit Guatemala – konkret mit FEDECOCAGUA, der größten Kooperativenföderation des Landes. 20.000 Produzenten, demokratisch organisiert, Fairtrade-zertifiziert. Ein Arabica, der Maya-Tradition trägt und im Glas zeigt, was vulkanisches Terroir bedeutet.
Kaffee kam nach Guatemala im 18. Jahrhundert – gebracht von Missionaren und europäischen Siedlern, die das Potenzial des Hochlands erkannten. Die Kombination aus vulkanischen Böden, Höhenlage und gleichmäßigem Klima war ideal. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Kaffee zum wichtigsten Exportgut des Landes und blieb es für mehr als ein Jahrhundert. Für einen erheblichen Teil des 20. Jahrhunderts war Guatemala der größte Kaffeeproduzent Zentralamerikas.
Heute ist Kaffee weiterhin eine der tragenden Säulen der guatemaltekischen Wirtschaft – und ein Sektor, in dem Qualität, Fairtrade und Rückverfolgbarkeit zunehmend die Richtung bestimmen.
Guatemala liegt auf einem der aktivsten vulkanischen Systeme der westlichen Hemisphäre. Die Böden, die aus Jahrtausenden vulkanischer Aktivität entstanden sind, sind außergewöhnlich mineralreich, tief und gut drainiert – Voraussetzungen, die Arabica-Pflanzen bevorzugen und ihren Wurzeln genau das geben, was sie brauchen.
Die Höhenlage verstärkt diesen Effekt: Die meisten guatemaltekischen Kaffeefarmen liegen zwischen 1.200 und 2.000 Metern, die besten noch höher. Kühle Nächte verlangsamen die Reife der Kaffeekirsche, bauen Zucker und organische Säuren auf, konzentrieren das Aromaprofil. Warme Tage sorgen für ausreichend Energie. Der Wechsel ist der Schlüssel.
Dazu kommen acht offiziell anerkannte Kaffeeregionen – Antigua, Huehuetenango, Atitlán, Cobán, Acatenango, Fraijanes, San Marcos, Nuevo Oriente – mit Klimabedingungen, die sich so stark unterscheiden, dass ein Kaffee aus Antigua und einer aus Huehuetenango kaum als Produkt desselben Landes erkennbar sind.
Malongo bezieht guatemaltekischen Kaffee ausschließlich über FEDECOCAGUA – die Federación de Cooperativas Agrícolas de Guatemala, die größte Kooperativenföderation des Landes, 1969 gegründet.
FEDECOCAGUA vereint rund 20.000 Kaffeeproduzenten in demokratisch organisierten Komitees. Die Mitglieder entscheiden selbst über die Zukunft ihrer Kooperative – Preisverhandlungen, Investitionen, Qualitätsstandards. Das ist kein Verwaltungsdetail, sondern das Fundament dessen, was Fairtrade in der Praxis bedeutet: wirtschaftliche Selbstbestimmung statt Abhängigkeit.
Die Fairtrade-Prämien, die FEDECOCAGUA erhält, haben konkret ermöglicht, was allein nicht möglich gewesen wäre: die wirksame Bekämpfung der Kaffeeroste, einem Pilz, der in Guatemala und ganz Zentralamerika erhebliche Teile der Ernte vernichtet hat. Mit den Prämien wurde gezielt in Resistenzmaßnahmen, Pflanzenschulung und neue Varietäten investiert. FEDECOCAGUA organisiert außerdem kontinuierlich Trainings für Mitglieder – in Anbautechnik, Administration und Organisation.
Malongos guatemaltekischer Kaffee trägt einen Namen, der Geschichte erzählt: Maya Ixil. Benannt nach den Ixil-Maya des guatemaltekischen Hochlands – einem Volk, das in den Bergregionen des Altiplano seit Jahrhunderten Kaffee anbaut und dessen Anbaumethoden bis heute von Handarbeit und dem Verzicht auf synthetische Mittel geprägt sind.
Die Plantagengröße ist klein – wenige Hektar pro Familie. Kompost aus Kaffeefruchtfleisch und Stallmist ersetzen chemische Dünger.
Unkraut wird von Hand entfernt. Keine Pestizide, keine synthetischen Inputs. Trotzdem – oder genau deswegen – erzielen die Produzenten eine sehr gute Produktivität: gesunder Boden trägt gesunde Pflanzen.
Bourbon ist die vorherrschende Varietät – eine der ursprünglichsten Arabica-Unterarten, bekannt für ihr rundes Aromaprofil und eine natürliche Süße, die in der Tasse spürbar ist.
Die Bäume werden auf 1,5 Meter Höhe gekappt, um die Ernte zu erleichtern, ohne den Ertrag zu senken. Schattenbäume werden nach der Ernte stark beschnitten und wachsen bis zur Fruchtreife wieder nach – maximaler Schatten genau dann, wenn er gebraucht wird.
Guatemalas bekannteste und renommierteste Kaffeeregion. Im Tal zwischen den Vulkanen Agua, Fuego und Acatenango, auf 1.500 bis 1.700 Metern. Vulkanboden, niedriger Luftfeuchtigkeit, intensive Sonneneinstrahlung – das Ergebnis ist ein Kaffee mit vollem Körper, dunkler Schokolade, einem Hauch Rauch und einer ausgewogenen, sauberen Säure. Antigua ist geschützte Herkunftsbezeichnung – nur Kaffee aus der definierten Antigua-Zone darf diesen Namen tragen.
Das Gegenstück zu Antigua: hell, fruchtig, mit einer lebhaften Säure, die an ostafrikanische Kaffees erinnert. Höchste und trockenste Kaffeeregion Guatemalas, auf bis zu 2.200 Metern. Kein Vulkangebiet – dafür trockene, warme Winde aus Mexiko, die die Pflanzen vor Frost schützen und eine außergewöhnliche Aromakomplexität fördern.
Jede Region mit eigenem Charakter – von der schokoladig-würzigen Tiefe Acatenan-gos bis zur weichen, fast erdigen Stille Cobáns. Guatemala bietet aromatisch mehr Vielfalt als die meisten anderen Ursprünge der Welt.
Guatemaltekischer Arabica ist bekannt für seine Ausgewogenheit – weder so fruchtig-floral wie äthiopischer Sidamo, noch so erdig-schwer wie indonesischer Sumatra. Er sitzt in der Mitte: strukturiert, voll, mit einer klaren Persönlichkeit.
Typische Aromen je nach Region:
Die Kombination aus vulkanischen Mineralböden, Höhenlagen zwischen 1.200 und 2.000 Metern und acht anerkannten Mikroklima-Regionen schafft Arabica-Kaffees, die aromatisch komplex, strukturiert und konsistent sind. Guatemala ist einer der wenigen Ursprünge, der gleichzeitig Körper, Schokolade, Säure und Frucht in einer einzigen Tasse vereinen kann.
Die Federación de Cooperativas Agrícolas de Guatemala, 1969 gegründet, vereint rund 20.000 Kaffeeproduzenten in demokratisch organisierten Komitees. Malongo bezieht ausschließlich über diese Kooperativenföderation und unterstützt sie seit Jahrzehnten mit Fairtrade-Partnerschaft.
Malongos guatemaltekischer Kaffee – benannt nach den Ixil-Maya des Altiplano, dem indigenen Volk, dessen Familien den Kaffee anbauen. Ohne synthetische Pestizide oder Dünger, auf kleinen Familienparzellen, mit Kompost aus Kaffeefruchtfleisch. Bio und Fairtrade.
Ja. Malongo ist seit 1993 Fairtrade-zertifiziert. Der guatemaltekische Kaffee Maya Ixil trägt sowohl Fairtrade- als auch Bio-Zertifizierung.
Hauptsächlich Bourbon – eine der ursprünglichsten Arabica-Unterarten, bekannt für natürliche Süße und rundes Aromaprofil. In einigen Regionen auch Catuai, Caturra und Typica.
Espresso und French Press bringen Körper und Schokolade am stärksten heraus. Pour-over eignet sich besonders für die fruchtigen Regionen wie Huehuetenango. Als Filterkaffee ist Antigua besonders harmonisch – sauber, strukturiert, lang.
Suche doch einfach mal nach: Espresso, Pods, Bio, Fairtrade oder Filter Kaffee.
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