Kaffee aus Myanmar
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€ 16,30
Myanmar ist kein gewöhnlicher Kaffeelieferant. Was Malongo aus dem Shan-Hochland bezieht, ist mehr als ein Ursprung – es ist ein laufendes Entwicklungsprojekt, das in seiner Art einzigartig ist:
In Partnerschaft mit dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) unterstützt Malongo seit 2017 ein Programm, das den Mohnanbau im Shan-Staat durch Kaffeeanbau ersetzt. 1.000 Bauernfamilien aus 54 Dörfern, zwei Ethnien, eine Kooperative – und ein Arabica, der kräftig, fruchtig und aromatisch ist.
Wer diesen Kaffee kauft, trinkt nicht nur einen sehr guten Arabica aus dem südostasiatischen Hochland. Er unterstützt einen der bedeutendsten sozialen Transformationsprozesse im heutigen Kaffeeanbau.
Der Shan-Staat im Osten Myanmars ist eine der wichtigsten Mohnanbauregionen der Welt. 90 % der nationalen Mohnproduktion stammt aus dieser Region – eine Aktivität, die nicht nur illegal und gefährlich ist, sondern auch ökologisch massiv schadet: Abholzung, Bodenerosion, Verlust der Biodiversität sind die direkten Folgen des intensiven Mohnanbaus in den Berglagen.
Kaffee bietet einen Ausweg.
Der Anbau auf denselben Hochlagen zwischen 1.400 und 1.800 Metern, in derselben Höhe, auf denselben Böden – aber legal, ökologisch verträglich, langfristig rentabel und gemeinschaftsstiftend.
Der entscheidende strukturelle Unterschied: Mohnanbau ist individuell. Kaffeeanbau ist kollektiv.
2014 gründete das UNODC die Kooperative Green Gold – heute das Herzstück des Projekts.
1.000 Familien aus 54 Dörfern der abgelegenen Shan-Bergregion sind Mitglieder.
1.000 Hektar Kaffeepflanzen wurden in Agroforstssystemen angepflanzt, die erste Ernte kam Ende 2017.
Parallel zur Pflanzung wurde die soziale Infrastruktur aufgebaut: Baumschulen, Waschstationen, Trockentische – kollektive Einrichtungen, die allen Mitgliedern der Kooperative zugutekommen.
Für Gemeinschaften, die jahrelang unter isolierten, individuellen Anbaubedingungen gearbeitet haben, sind das radikale Veränderungen – nicht nur wirtschaftlich, sondern kulturell.
Besonders bemerkenswert: Ein paritätischer Vorstand aus 7 Frauen und 7 Männern der Ethnien Shan und Pa-O leitet die Kooperative gemeinsam. Zwei Bevölkerungsgruppen, die historisch in Konflikt standen, arbeiten zusammen – und produzieren gemeinsam einen Kaffee, der international Anerkennung findet.

Malongo ist seit 2017 Partnerschaft mit dem UNODC und der Kooperative Green Gold – ein 5-Jahres-Engagement, das weit über den bloßen Kauf von Rohkaffee hinausgeht.
Konkret hat Malongo beigetragen: bei der Definition der Gesamtstrategie des Projekts, beim Aufbau und der Strukturierung der Kooperative, bei der Weitergabe von Wissen über Kaffeeanbau, Aufbereitungsverfahren, Qualitätskontrolle und Verkostung.
76 Tonnen Kaffee hat Malongo bisher aus Myanmar bezogen – zu Fairtrade-Bedingungen, mit garantierten Mindestpreisen und Vorfinanzierung der Ernten.
Zusätzlich organisieren Malongo und das UNODC Wissensaustausch zwischen Green Gold und der CPC-Kooperative in Laos – einer der anerkanntesten Kaffeekooperativen ganz Südostasiens. Die Bauern aus Myanmar lernen direkt von erfahrenen Kaffeeproduzenten, die den Weg bereits gegangen sind.
Die Kooperative Green Gold ist auf dem Weg zu vollständiger Zertifizierung. Die Fairtrade-Zertifizierung wurde für 2019 angestrebt – mit garantierten Mindestpreisen, Erntepräfinanzierung und Gemeinschaftsprämien.
Die Bio-Zertifizierung folgte für 2021.
Malongo, selbst seit 1993 Fairtrade-zertifiziert und einer der Pioniere des fairen Handels in Europa, begleitet die Kooperative aktiv bei diesem Prozess – weil Zertifizierung nicht nur ein Label ist, sondern die strukturelle Absicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Bauernfamilien.
Die Kaffeepflanzen der Kooperative Green Gold wachsen auf 1.400 bis 1.800 Metern – eine Höhenlage, die in Südostasien selten ist und die entscheidende Qualitätsvoraussetzung für komplexen Arabica schafft. Kühle Nächte verlangsamen die Reife der Kaffeekirsche, konzentrieren Aromen und Zucker.
Der Southwest-Monsun bringt ausreichend Niederschlag, die Trockenzeit von November bis Februar ermöglicht die Ernte unter optimalen Bedingungen.Die Kaffeebäume wachsen in Agroforstssystemen – eingebettet in bestehende Vegetation, ohne Monokulturen. Das schützt den Boden, erhält die Biodiversität und trägt direkt zur Umkehr der ökologischen Schäden bei, die der Mohnanbau in der Region hinterlassen hat.
Der Arabica aus den Shan-Bergen überrascht. Wir beschreiben ihn als kräftig und angenehm säuerlich – für Südostasien ungewöhnlich hell und lebendig, näher an mittelamerikanischen als an laotischen oder indonesischen Kaffees.
Typische Aromen:
Malongo bezieht Myanmar-Kaffee aus der Kooperative Green Gold, die in Partnerschaft mit dem UNODC gegründet wurde, um den Mohnanbau im Shan-Staat durch Kaffeeanbau zu ersetzen. 1.000 Bauernfamilien aus 54 Dörfern sind beteiligt. Es ist eines der bedeutendsten alternativen Entwicklungsprojekte im Kaffeebereich weltweit.
Green Gold wurde 2014 vom UNODC im Shan-Staat Myanmars gegründet. Sie vereint 1.000 Familien aus 54 Dörfern, betreibt 1.000 Hektar Kaffeeflächen in Agroforstssystemen auf 1.400 bis 1.800 Metern und wird von einem paritätischen Vorstand aus Shan- und Pa-O-Ethnien gemeinsam geführt.
Der Shan-Staat produziert 90 % des myanmarischen Mohns. Dieser Anbau ist illegal, gefährlich und ökologisch schädlich – er verursacht Abholzung, Bodenerosion und Biodiversitätsverlust. Kaffee bietet eine legale, ökologisch verträgliche und langfristig rentable Alternative, die zudem Gemeinschaft stiftet, wo Mohnanbau Isolation bedeutete.
Kräftig und angenehm säurebetont – mit fruchtigen Noten von Pfirsich und Pflaume, einem mittleren Körper und einem langen, warmen Abgang. Für Südostasien ungewöhnlich hell und lebendig.
Seit 2017 – dem Jahr der ersten Ernte der Kooperative Green Gold. Malongo hat bisher 76 Tonnen Kaffee aus Myanmar bezogen.
Pour-over und Filterkaffee bringen die Fruchtigkeit und Helligkeit am besten zur Geltung. Als Espresso mit mittlerer Röstung entwickelt er eine angenehme Süße. French Press funktioniert gut für einen wärmeren, runderen Charakter.
Suche doch einfach mal nach: Espresso, Pods, Bio, Fairtrade oder Filter Kaffee.
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