Kaffee aus Bolivien
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Bolivien taucht nicht im ersten Atemzug auf, wenn man über Kaffee spricht. Das ist ein Fehler – und ein Geheimtipp zugleich.
In den Yungas-Tälern östlich von La Paz, auf den feuchten, bewaldeten Hängen der Anden zwischen 1.000 und 1.900 Metern, wächst ein Arabica, der in Spezialitätenkaffee-Kreisen zunehmend für Aufsehen sorgt: hell, zitrusfruchtig, mit frühlingshaften Aromen und einer feinen Säure, die für Südamerika ungewöhnlich ist. Kein schwerer, schokoladiger Kaffee wie brasilianischer oder guatemaltekischer – sondern etwas Feineres, Helleres, Eigenwilligeres.
Malongo hat Bolivien früh erkannt. In La Asunta, im Herzen der Yungas, unterstützt Malongo gemeinsam mit der UNODC – dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung – und den bolivianischen Behörden ein Projekt, das Kokaanbau durch Kaffeeanbau ersetzt.
Hunderte Bauernfamilien. Bio. Fairtrade. Agroforstsystem. Und ein Kaffee, der die Welt wert ist.
Die Yungas – auf Aymara „warme Täler“ – sind eine der außergewöhnlichsten Landschaften Boliviens.
Von der Hochebene des Altiplano auf über 3.600 Metern fallen die östlichen Hänge der Andenkordillere steil in subtropische Täler ab, die in Richtung Amazonasbecken zeigen.
Die Yungas liegen zwischen diesen Welten: zu hoch für tropischen Tieflandkaffee, zu warm und feucht für das Hochplateau. Genau das macht sie ideal für Arabica.
Die Böden der Yungas sind mineralreich und tief – aufgebaut aus dem Gestein der Anden, angereichert durch jahrtausendealte organische Auflagen und den hohen Niederschlag von rund 1.900 mm im Jahr. Das Klima ist warm und feucht, die Temperaturen moderat zwischen 15 und 25 Grad, die Nächte kühl genug, um die Reife der Kaffeekirsche zu verlangsamen.
Schattenbäume – Urwaldriesen, Obstbäume, heimische Vegetation – prägen das Bild. Kaffee wächst hier eingebettet in natürliche Biodiversität.
Über 90 % der bolivianischen Kaffeeernte stammt aus den Yungas. Die Region gilt als Boliviens einziges international anerkanntes Spezialitätenkaffeegebiet – und La Asunta ist ihr Herzstück.
Die Yungas sind nicht nur Kaffeeland. Die Region ist seit Jahrhunderten das Zentrum des Kokaanbaus in Bolivien – einem Produkt, das tief in der indigenen Kultur der Aymara und Quechua verwurzelt ist.
Kokablätter werden traditionell gekaut oder als Tee getrunken und spielen in Ritualen und im Alltag eine wichtige Rolle. Die Pflanze selbst ist nicht illegal.
Das Problem: Die Menge der angebauten Kokaflächen übersteigt den legalen Eigenbedarf erheblich.
Das bolivianische Gesetz begrenzt die erlaubte Anbaufläche strikt; überschüssige Parzellen werden von den Behörden zerstört – mit direkten wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Familien.
In diesem Spannungsfeld – zwischen kulturellem Erbe, wirtschaftlicher Not und rechtlichen Grenzen – ist Kaffee nicht einfach ein alternatives Produkt. Er ist eine echte Alternative: legal, nachhaltig, ökonomisch tragfähig, kulturell kompatibel.
Malongo, die UNODC und die bolivianischen Behörden haben gemeinsam eine Strategie entwickelt, um die Kaffeeprojekte in den Yungas zum Erfolg zu führen.
Drei Säulen tragen das Programm:
Das Programm ist Teil eines größeren Engagements: Malongo unterstützt ähnliche Projekte in Myanmar und im Norden von Laos, wo der Mohnanbau durch Kaffeeanbau ersetzt wird. Kaffee als Instrument der Pazifizierung, der ökologischen Regeneration und der wirtschaftlichen Entwicklung – das ist keine Theorie, das ist gelebte Praxis.
Die Kooperative in La Asunta baut mehrere Arabica-Varietäten an: Catuaï, Castillo, Caturra, Typica und Mundo Novo.
Diese Vielfalt ist Stärke, nicht Schwäche – jede Varietät trägt etwas anderes zum Gesamtprofil bei.
Typica bringt aromatische Reinheit und eine natürliche Süße.
Caturra ist lebhafter, mit mehr Säure.
Catuaí verbindet Körper und Fruchtigkeit. Die Kombination ergibt einen Kaffee, der komplex ist, ohne eindimensional zu wirken.
Die Pflanzen wachsen auf 1.000 bis 1.900 Metern im Schatten großer Urwaldbäume – ein natürliches Agroforstsystem, das Biodiversität erhält, den Boden schützt und den Kaffeebäumen ein Mikroklima gibt, das langsame Reife und hohe Aromadichte fördert.
Die ersten Blüten erscheinen im November und Dezember; die Ernte erstreckt sich von Mai bis August – ein im globalen Kaffeejahr ungewöhnlicher Rhythmus, der La Asunta auch logistisch besonders macht.
Malongo beschreibt den Kaffee aus La Asunta präzise: köstlich säuerlich, mit Zitrusnoten, frühlingshaften Aromen und einer schönen Länge im Mund.
Typische Aromen:
Bolivianischer Kaffee ist kein Kaffee für alle. Er ist ein Kaffee für die, die Feinheit suchen – eine helle, aromatisch präzise Tasse, die sich bei jedem Schluck etwas öffnet.
Als Filterkaffee oder Pour-over zeigt er sein volles Potenzial. Als Espresso mit heller bis mittlerer Röstung überrascht er mit Fruchtigkeit und Länge.
Empfohlene Zubereitungen: Pour-over, Filterkaffee, French Press, Espresso (helle bis mittlere Röstung).
Über 90 % der bolivianischen Kaffeeernte stammt aus den Yungas – den subtropischen Tälern östlich der Andenkordillere, unterhalb von La Paz. Die wichtigsten Anbaugebiete sind La Asunta, Caranavi und die umliegenden Provinzen, auf 1.000 bis 1.900 Metern Höhe.
Malongo unterstützt in La Asunta gemeinsam mit der UNODC und den bolivianischen Behörden ein Projekt, das Kokaanbau durch Kaffeeanbau ersetzt. Schulungen, Infrastrukturaufbau und Zertifizierungsbegleitung sind Teil des Engagements – weit über den reinen Kaffeeeinkauf hinaus.
Hell, zitrusfruchtig und frühlingshaft – mit einer lebhaften Säure, die für Südamerika ungewöhnlich ist. Noten von Limette, Bergamotte und hellem Honig, leichter bis mittlerer Körper, langer angenehmer Abgang. Einer der feinsten und elegantesten Arabica-Ursprünge Südamerikas.
Malongo begleitet die Kooperative aktiv auf dem Weg zu Bio- und Fairtrade-Zertifizierung. Malongo selbst ist seit 1993 Fairtrade-zertifiziert und einer der Pioniere des fairen Handels in Europa.
In La Asunta liegt die Erntezeit ungewöhnlicherweise zwischen Mai und August – bedingt durch das spezifische Klima der Yungas-Täler. Die Blüte erfolgt im November und Dezember.
In La Asunta werden Catuaí, Castillo, Caturra, Typica und Mundo Novo angebaut – eine Vielfalt, die dem Kaffee seine aromatische Komplexität gibt.
Suche doch einfach mal nach: Espresso, Pods, Bio, Fairtrade oder Filter Kaffee.
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