Bolovens
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Es gibt Orte, die für Kaffee gemacht scheinen. Das Boloven-Plateau im Süden von Laos ist einer davon. Ein erloschenes Vulkanplateau auf 1.000 bis 1.350 Metern Höhe, mit tiefrotem Basaltboden, zwei Monsunphasen im Jahr und kühlen Nächten, die die Reife der Kaffeekirsche verlangsamen und die Aromen konzentrieren.
Kaffee wächst hier nicht trotz der Bedingungen – er wächst wegen ihnen.
Malongo bezieht seit Jahren Arabica vom Boloven-Plateau, arbeitet mit Fairtrade-zertifizierten Kooperativen zusammen und röstet diesen Kaffee langsam, auf sein spezifisches Profil hin.
Das Ergebnis ist ein Kaffee mit Körper, Schokolade und einer warmen, langen Süße – unverwechselbar laotisch.
Das Boloven-Plateau ist vulkanischen Ursprungs. Der Basalt, der die Hochfläche aufbaut, verwittert über Jahrtausende zu einem der fruchtbarsten Böden Südostasiens: tiefrot, reich an Eisen und Mineralien, gut drainiert, mit einer leicht sauren pH-Struktur, die Arabica-Pflanzen bevorzugen.
Der Southwest-Monsun bringt von Mai bis Oktober bis zu 3.000 mm Niederschlag – genug, um die Kaffeebäume durch die Trockenzeit zu tragen, die von November bis Februar die Ernte ermöglicht.
Die täglichen Temperaturschwankungen zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten sind der entscheidende Qualitätsfaktor: Die Kirsche reift langsam, baut Zucker auf, konzentriert Aromen. Was in der Kürze nicht reifen kann, entwickelt in der Länge Tiefe.
Kaffee kam ans Boloven-Plateau durch die französische Kolonialverwaltung – Ende des 19. Jahrhunderts pflanzten französische Siedler die ersten Arabica-Bäume auf der Hochfläche. Sie erkannten das Potenzial: die Böden, das Klima, die Höhe. Der Kaffeeanbau verwurzelte sich, überstand die Jahrzehnte des Bürgerkriegs, brach ein – und wurde in den 1990er Jahren von Kleinbauernkooperativen und internationalen Fairtrade-Partnerschaften wieder aufgebaut.
Heute ist das Boloven-Plateau die wichtigste Kaffeeregion Laos‘ und Lebensgrundlage für Zehntausende Familien.
Kaffeeanbau auf dem Boloven-Plateau ist Familiensache. Kleine Parzellen, handgepflückte Ernte, Aufbereitung in Dorfkooperativen. Die Erntezeit liegt zwischen November und Februar; die Kirschen werden selektiv von Hand gepflückt, nur wenn sie die tiefe Rotfärbung der Vollreife erreicht haben. Ein Baum wird in einer Saison mehrfach besucht.
Malongo arbeitet mit Fairtrade-zertifizierten Kooperativen auf dem Plateau zusammen.
Das bedeutet: garantierte Mindestpreise unabhängig vom Weltmarkt, Gemeinschaftsprämien für lokale Infrastruktur, langfristige Handelsbeziehungen.
Biologischer Anbau ist Standard – synthetische Pestizide haben auf den kleinen Familienbetrieben des Plateaus traditionell keine Rolle gespielt.
Die vorherrschende Varietät ist Typica – eine der ursprünglichsten Arabica-Unterarten, bekannt für reinen Geschmack und aromatische Tiefe, die weniger Ertrag bringt als moderne Züchtungen, dafür mehr Qualität in der Tasse.
Arabica vom Boloven-Plateau ist kein leiser Kaffee. Er hat Substanz, Gewicht, Länge.
Typische Aromen:
Das macht Boloven-Kaffee zugänglich für alle, die keine ausgeprägte Säure mögen, und überzeugend für alle, die Tiefe und Länge suchen. Als Espresso entwickelt er eine natürliche Cremigkeit.
Als Filterkaffee ist er warm, rund, unkompliziert.
Empfohlene Zubereitungen:
Im Vergleich zu indonesischem Sumatra ist Boloven-Arabica zugänglicher und weniger erdig – mehr Schokolade und Karamell, weniger Würze und Torf. Im Vergleich zu äthiopischem Sidamo ist er dunkler und körperreicher – weniger Frucht und Blume, mehr Gewicht und Tiefe. Ein idealer Einstieg in südostasiatischen Kaffee.
Das Boloven-Plateau ist ein erloschenes Vulkanplateau im Süden von Laos, auf 1.000 bis 1.350 Metern Höhe. Es ist die wichtigste Kaffeeanbauregion des Landes und bekannt für reiche Basaltböden, gleichmäßiges Monsunklima und Typica-Arabica-Varietäten.
Auf dem Plateau wachsen sowohl Arabica als auch Robusta. Malongo bezieht ausschließlich Arabica, der in den höheren, kühleren Lagen angebaut wird und das komplexere Aromaprofil mitbringt.
Körperreich, schokoladig und warm – mit Noten von dunkler Schokolade, Karamell und einem Hauch Gewürz. Die Säure ist gering, der Abgang lang und angenehm.
Ja. Malongo arbeitet mit Fairtrade-zertifizierten Kooperativen auf dem Plateau zusammen und setzt auf biologischen Anbau. Malongo ist seit 1993 Fairtrade-zertifiziert.
Vanmaï ist eine spezifische Anbauzone innerhalb des Boloven-Plateaus mit einem eigenen Mikroklima und einer ausgeprägteren floralen Note im Aromaprofil. Boloven-Kaffee als Herkunft ist der breitere Rahmen – Vanmaï ist die präzisere, feinere Ausprägung davon.
Espresso und Moka-Kanne bringen den vollen Körper und die schokoladige Tiefe am besten heraus. Als French Press oder Filterkaffee ist er warm und rund – auch ohne Milch überzeugend, mit Milch besonders harmonisch.
Suche doch einfach mal nach: Espresso, Pods, Bio, Fairtrade oder Filter Kaffee.
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